Zu Beginn der 90-er Jahre übernahm ihr beider Sohn Charles Kennel die Leitung des Unternehmens, in dem er seit eh und je mitgeschafft hatte. Angèle und Noël traten in den Hintergrund. Zusammen mit seiner Frau nahm Charles die Erneuerung der Kellereinrichtung an die Hand. Dies besonders im Hinblick auf den Rosé, der sich dank konsequenter Temperaturkontrolle während des Herstellungsprozesses der gerade vorherrschenden Geschmacksrichtung anpassen kann

 

Noël Kennel, sein Sohn, wählte die berufliche Laufbahn eines Rüstungsingenieurs für die Marine. Der Ausbruch des II. Weltkrieges bewog ihn dann allerdings, sich im Umkreis der familiären Küferei aufzuhalten. In diesen Krisenjahren machte er die Bekanntschaft von Angèle. Noch während des Krieges wurde geheiratet.


Nach der Befreiung Frankreichs und dem Scheitern seiner Karrierepläne fasste Noël 1951 den Entschluss, voll auf seine Chancen im Weinbau zu setzen. Das junge Paar liess sich folglich in Pierrefeu auf dem Familiensitz nieder. 1951 geht als Jahr der ersten Weinkelterung in die Annalen ein, 1954 als das Jahr, in dem die ersten Flaschen den Weinkeller verliessen.

Zwischen dem Mittelalter und der Französischen Revolution war die Domaine Klosterbesitz der Mönche von Saint Victor. Sie trug den Namen Prieuré de Saint Pierre, Konvent des Heiligen Peters. 1932, als Charles Martin Kennel – Urgrossvater des heutigen Direktors Julien Kennel – ihn käuflich erwarb, gehörte das Anwesen der Marquise de Pierrefeu.


Charles Martin hatte sich ursprünglich in der Gegend als Küfer niedergelassen. Die Verwandtschaft zum angestammten Metier liess ihn 1937 die ersten Parzellen mit neuen Weinstöcken bepflanzen. Sie werden noch heute teilweise für die Weinbereitung genutzt.

 

Vier Winzergenerationen mit einmaligem Know-how

    




 
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Nun steht auch Charles im Begriff, sich aus der aktiven Geschäftsführung zurückzuziehen. Der Übergang zu seinem Sohn Julien ist bereits weit fortgeschritten.



























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